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Honig: Der überlegene Zucker?

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veröffentlicht von Timo Konzelmann

Wenn es darum geht, Mahlzeiten zu süßen, gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Von verschiedenen Zuckersorten über Süßstoffe bis hin zum wohl allgemein am gesündesten angesehenen Süßmacher, dem Bienenhonig. Doch ist das positive Image gerechtfertigt? 

Honig ist etwas Gutes. Zumindest suggeriert das die Darstellung des klebrigen, goldenen Saftes in den Medien. Während gewöhnlicher Zucker den Ruf als Dickmacher und Kariesbringer weg hat und Süßstoffe ja ohnehin Gift sind, wird das Image des leckeren und gesunden Naturprodukts, das von unseren liebsten Freunden, den Bienen, hergestellt und von den wohl putzigsten wilden Raubtieren, den Bären, geliebt wird, von positiven Bildern geprägt. 

Gar nicht so appetitlich

„Wenn die Bienen aussterben, bleiben dem Menschen noch vier Jahre“, mahnte Albert Einstein. Der Hintergrund: Die Bienen tragen maßgeblich zur Bestäubung vieler Pflanzen bei. Damit sie das tun, „belohnen“ die Pflanzen sie mit Nektar, der den Bienen als Nahrungsquelle dient. Während die Bienen nun von Blüte zu Blüte fliegen, um den Nektar zu trinken, transportieren sie als blinde Passagiere die Pollen an ihren Beinen oder Körpern. Auf diese Weise sichern die Bienen nicht nur den Fortbestand ihrer Nahrungsquelle, sondern sind in ihrer Funktion für die Umwelt, wie wir sie kennen, von unschätzbarem Wert.

Die Bienen nutzen den Nektar nun nicht nur zur Ernährung, sondern auch zum Nestbau und zur Ernährung des Nachwuchses. Was hierfür nicht benötigt wird, wird in Waben gelagert. Auf dem Weg von der Blüte bis zur Wabe wird der Nektar nun unzählige Male weitergegeben. Zunächst saugt ihn eine Arbeiterbiene mit ihrem Rüssel aus der Blüte und lagert ihn in der Honigblase zwischen. Dort werden die komplexen Zuckerketten durch Enzyme aufgespalten, zudem werden Proteine und keimtötende Substanzen beigefügt. Zurück im Bienenstock gibt die Biene nun den Nektar aus der Honigblase an andere Bienen weiter. Dieser Prozess wiederholt sich im Stock mehrfach. Bei jeder Weitergabe wird der Flüssigkeitsanteil reduziert, so dass am Ende der uns bekannte, klebrig-süße Honig übrigbleibt.

Konkret: Bei Honig handelt es sich um eine Substanz, die vorher von den Bienen mehrfach vorverdaut, wieder ausgeschieden und danach erneut aufgenommen wurde. 

Es kommt auf die Herkunft an

Honig enthält im Durchschnitt zu und 80 Prozent Zucker. Bei gleicher Menge ist Honig also im Vergleich mit normalem Zucker hinsichtlich der Kalorien im Vorteil. Wer statt 100 Gramm Haushaltszucker 100 Gramm Honig verwendet, spart rund 100 Kalorien und hat darüber hinaus ein noch süßeres Ergebnis, denn Honig hat die 1,2-fache Süßkraft von der Referenz Saccharose.

Je nach Sorte unterscheiden sich die Inhaltsstoffe bei genauerer Betrachtung jedoch immens. Rapshonig weist beispielsweise mit 38,9 Prozent den höchsten Dextrosegehalt aller Honigsorten auf, Akazienhonig enthält mit 43,5 Prozent die meiste Fructose. Neben den beiden primären Zuckerarten enthält jeder Honig noch diverse weitere Zuckerarten, abhängig von dem Ort der Gewinnung und der sort vorherrschenden Pflanzen. Den höchsten glykämischen Index aller Honigsorten weißt beispielsweise Waldhonig auf, vor allem wenn dieser aus einer Nadelbaumregion stammt. Der Hintergrund: Nadelbäume sind reich an Honigtau, einem zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukt der Bäume, das die Bienen gerne aufnehmen. Im Honigtau herrscht der Dreifachzucker Melezitose vor, dessen Verarbeitung große Mengen Insulin erfordert.

Für den menschlichen Körper sind solche Honigsorten am besten zu verdauen, die ein ausgewogenes Verhältnis von Fructose und Dextrose aufweisen wie beispielsweise Rapshonig. 

Honig als Heilmittel

Honig ist ein hundertprozentiges Naturprodukt. Pauschale Aussagen über die Inhaltsstoffe sind daher nahezu unmöglich, da Abweichungen durch eine unterschiedliche Ernährung der Bienen völlig normal sind. Dennoch werden Honig allgemein und bestimmten Sorten im Speziellen im Bereich der Naturheilkunde zahlreiche gesundheitliche Effekte zugesprochen. Im Zentrum steht dabei häufig die antiseptische, also entzündungshemmende Wirkung des Honigs. Diese ist in der Tat vorhanden, jedoch in recht begrenztem Umfang und sollte für medizinische Zwecke daher nicht überbewertet werden.

Gleiches gilt für nahezu alle anderen zugeschriebenen Wirkungen ebenso. Zwar enthält Honig in der Tat viele gesundheitsfördernde Stoffe, jedoch fast immer in solche geringen Mengen, dass ein medizinischer Nutzen nicht abgeleitet werden kanm, bzw. nur durch den Verzehr absurd großer Mengen erreicht werden könnte.

Vorsichtig sein sollten beim Verzehr von Honig Allergiker, den Honig kann bis zu 0,5 Prozent Pollen enthalten und damit Allergiereaktionen hervorrufen. Ferner ist nie auszuschließen, dass sich im Honig Verunreinigungen durch Umweltgifte finden. 

Fazit: Honig ist klasse, in Maßen!

Bei aller Ernüchterung hinsichtlich der gesundheitsfördernden Wirkung sollte die enorme Süßkraft nicht vergessen werden. Wer auf Süßstoffe verzichten will, kann mit dem Austausch von Haushaltszucker gegen Honig einige Kalorien einsparen und zudem zumindest in kleinen Mengen von den enthaltenen Stoffen profitieren.

Darüber hinaus sollte man aber nicht vergessen, dass der größte Teil des Honigs nichts weiter ist als Zucker. Wer sich keine drei Löffel Zucker in den Kaffee schütten würde, sollte vielleicht auch bei Honig entsprechend sparsam vorgehen.

Ein weiterer Grund, Honig gegenüber dem gängigen Haushaltszucker den Vorzug zu geben, ist der Nachhaltigkeitsgedanke. Anders als bei industriellem Zucker ist die Gewinnung von Honig alles andere als großindustriell geprägt. Unzählige nebenberufliche Imker tragen mit ihrer Arbeit nicht nur der Honiggewinnung bei, sondern dem Schutz der heimischen Pflanzenwelt.

Autor: Thomas Koch www.ironhealth.de (Lizenzübernahme durch Übertragung Fitnessworld24.net auf Konzelmanns.de)