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Fitness auf einem anderen Level – Wie kommt man auf die Wettkampfbühne?

veröffentlicht von Timo Konzelmann

Hier erfährst du wichtige Informationen und Tipps für deinen Weg auf die Wettkampfbühne! Bevor man eine Vorbereitung startet ist eine gute Information und Planung das A&O!

Heute beschäftigen wir uns mal mit dem Thema Wettkampf und Bodybuilding. An einem gewissen Punkt des Trainings überlegen viele Athleten und Kraftsportler auch mal den Weg auf die Bühne zu wagen. Man trainiert seit einigen Jahren, hat Muskulatur aufgebaut und viel Zeit in Training und Ernährung investiert. Doch jetzt würde man das ganze gern auf ein neues Level heben und dich mit anderen Athleten messen?

Oder einfach schauen, was sich unter dem ein oder anderen Speckfältchen verbirgt? Sobald dieser Entschluss feststeht, geht es ans Organisieren und Planen. Wir verraten dir die wichtigsten Schritte, die du beachten musst, bevor du auf der Wettkampfbühne glänzen kannst und Pokale abräumst 😉

Welche Klasse und welcher Verband?

Hier geht es um die Basics und um die grundlegenden Dinge, die feststehen sollten bevor du dich in die Wettkampfdiät begibst. Bei den Mädels wird sich die Frage der Klasse vor allem um die Wahl zwischen Bikini Fitness und Figur (International: Body Fitness) drehen. Für die Bikiniklasse braucht man nicht so viel Muskulatur wie für die Figurklasse, jedoch sollte man je nach Genetik mindestens 2 Jahre Muskulatur aufgebaut haben. Leider gibt es in der Bikiniklasse keine klaren Richtlinien nach was die Kampfrichter Ausschau halten und was „Must Haves“ sind. Wichtig ist aber in jedem Fall ein trainierter und möglichst voluminöser Po. Im Gegensatz dazu muss man für die Figurklasse eine lange Aufbauphase einplanen. Hier steht der Oberkörper eher im Vordergrund und wichtig sind der „V-Taper“ also breite Schultern, ein ausgeprägter Rücken und eine schmale Taille.

Nun zu den Männern, hier wird die Auswahl zwischen Men’s Physique (die von den „echten“ Bodybuildern häufig etwas Spott einstecken müssen) und Classic Bodybuilding liegen. Um im Classic Bodybuilding vorne mitmischen zu können, braucht der Athlet eine extrem austrainierte Muskulatur und langjähriges Training, insbesondere auf die Beine wird hier viel Wert gelegt. Was nicht heißen soll, dass man für die Men’s Physique nicht trainieren müsste. Ohne eine ausgeprägte (Oberkörper-)Muskulatur mit voluminösen Schultern, stahlhartem Sixpack und einem breiten Kreuz wird man auf der Bühne wohl untergehen – insbesondere da die Men’s Physique die meist frequentierte Klasse im Wettkampfsport ist.

Die obengenannten Klassen beziehen sich auf die IFBB (International Federation of Bodybuilding), deren deutscher Ableger der DBFV (deutscher Bodybuilding und Fitness-Verband) ist. In Deutschland bekannt ist noch der NACund der GNBF (German Natural Bodybuilding Federation à ausschließlich für naturale Athleten ausgelegt) und international findet sich noch der WBFF, der eine etwas andere Klasseneinteilung aufweist. Daneben gibt es noch viele kleinere Verbände, die dann kleinere Teilnehmerfelder haben und nicht so populär sind.

Brauche ich einen Coach?

Ein guter Coach kennt das Wettkampfgeschäft in und auswendig und weiß welche Kriterien wichtig sind, um auf der Bühne eine gute Figur abzuliefern, er kennt wichtige Tipps für alles rund um den Wettkampftag, das Posingoutfit, Farbe, Posingcoaches (falls er es nicht selbst macht), Entwässern, Entladen und Laden und alles was noch dazugehört und von was man als „Normalo“ einfach keine Ahnung hat. Außerdem wird ein guter Coach dir einen Trainingsplan erstellen, der gezielt auf deinen Körpertyp und deinen Trainingsstand abgestimmt ist und dir einen Ernährungsplan schreiben. Hierbei geht jeder Coach anders vor, manche geben Mahlzeiten vor, andere nur die Kalorien- und Makroverteilung.  Das Wichtigste jedoch ist, dass ein Coach dir immer zur Seite steht und dir Ratschläge und Motivation gibt. In der Diät finden regelmäßige Formchecks statt, bei denen der Coach sich die Fortschritte ansieht und eventuell Anpassungen an der Ernährung oder am Cardiopensum vornehmen wird.

Wie finde ich den richtigen Coach für mich?

Das kann manchmal gar nicht so einfach sein, vor allem, wenn man „neu“ im Geschäft ist und sich noch nicht wirklich auskennt. Der Austausch mit anderen Athleten ist auf jeden Fall immer nur von Vorteil, denn aus erster Hand kommen die besten Erfahrungsberichte.

Wichtige Punkte werden auch dein Budget und dein Wohnort sein. Manche Coaches verlangen Summen von hunderten von Euro pro Monat (natürlich eher die Ausnahme), andere die gleiche Summe pro Vorbereitung. Es gibt große Leistungszentren, die Athleten vorbereiten und kleine Bodybuildingstudios, wichtig ist eine gewisse Nähe zum Studio, damit du zum Formcheck und für Anpassungen nicht jedes Mal eine halbe Weltreise unternehmen musst. Außerdem solltest du dir gleich anschauen und nachfragen, was dein potenzielle Coach für ein Ernährungssystem verfolgt und ob das mit deinen Vorstellungen zusammenpasst. Immer mehr Coaches wenden sich von der ganz klassischen Bodybuilding Ernährung nur aus Gemüse, Reis und Fleisch ab und lassen ihre Athleten mehr Nahrungsmittel einbauen. Ist jeden Tag nur  Chicken, Brokkoli und Reis für dich ein absolutes No-Go, dann solltest du dir einen Coach suchen, der dir das nicht in den Ernährungsplan einfügt.

Wie viel Zeit muss ich in eine Wettkampfvorbereitung investieren?

Vorab sei gesagt: viel. Vom Zeitraum her dauert eine Wettkampfdiät grob gesagt etwa 3-4 Monate, natürlich abhängig vom Körperfettanteil und daher der Menge, die du abnehmen musst. Viele Athleten, die in ihrer Diät auch Ausdauertraining mit einbauen, trainieren 2 mal am Tag, um die Regeneration für den Körper möglichst lang zu gestalten. Dadurch ist der Tag stark durch das Training geprägt und man muss gut organisiert sein, um die Arbeit und Erledigungen neben dem Training zu schaffen. Dann kommt noch die Zeit dazu, die für die Mahlzeitenvorbereitung aufgewendet wird. Ernährung ist das A&O in der Diät, denn wenn diese nicht passt, wirst du trotz hartem Training nichts abnehmen. Plane dir in keine wichtigen Prüfungen oder Projekte in die Zeit deiner Wettkampfdiät, denn dein Gehirn wird durch das Kaloriendefizit nicht so effizient arbeiten können, wie du es gewohnt bist und oft lässt die Konzentrationsfähigkeit auch etwas nach. Allerdings ist das vor allem in den letzten Wochen der Diät der Fall, am Anfang hast du noch mehr Energie und musst dir noch keine Sorgen um Konzentration und Schwäche etc. machen

Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, die Disziplin für eine Wettkampfdiät aufzubringen.

Es wird nur eine Möglichkeit geben das herauszufinden, und zwar in dem du es einfach ausprobierst! Natürlich solltest du dir wirklich sicher sein, dass du auf die Bühne gehen willst und es sollte mehr sein als ein Wunsch, du MUSST ES WIRKLICH WOLLEN. Denn in der Diät WIRST du ins Zweifeln kommen, ob du das Richtige machst und es wird anstrengend sein. Du wirst nicht jeden Tag Lust haben dich zu quälen und wirst sicherlich auch mit Hunger zu kämpfen haben. Aber es wird auch andere Tage geben, wo du deine Fortschritte im Spiegel siehst und unglaublich stolz sein wirst, auf das was du erreicht hast. Und dann wird der Tag des Wettkampfes da sein, an dem du auf der Bühne allen (und dir ) beweisen wirst, was du geleistet hast! Und dieses Gefühl ist unbeschreiblich!

 Viel Erfolg bei deinem Weg auf die Bühne!