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Wie wichtig ist die biologische Wertigkeit von Lebensmitteln?

Die biologische Wertigkeit ist ein wichtiger Faktor in der Ernährung – doch was ist das überhaupt und was hat die biologische Wertigkeit für einen Einfluss auf unseren Körper? Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen erhältst du in der heutigen Fitness-Sprechstunde mit Peter Hinojal.

Der Beitrag zum Video

Die biologische Wertigkeit ist immer wieder ein Thema, wenn es um die Qualität von Eiweißen/Proteinen geht. Sie ist ein wichtiges Indiz dafür, wie gut Eiweiß vom Körper verarbeitet und in wichtige Bausteine für den Organismus umgewandelt werden kann.

Protein kommt von Proteus und bedeutet so viel wie „an erster Stelle“ bzw. „am wichtigsten“. Die Namensgebung beruht auf den neun Aminosäuren, die zu den wichtigsten Bausteinen unseres Körpers gehören. Sie werden vom Organismus benötigt, um aus aufgenommenen Proteinen all die Bausteine produzieren zu können, die unser Körper braucht. Die biologische Wertigkeit eines Nahrungsmittels ergibt sich daher aus der Messung dieser lebensnotwendigen Aminosäuren. Als Referenz hierfür gilt das Vollei mit einem Referenzwert von 100.

Einfach gesagt: Die biologische Wertigkeit eines Produktes sagt aus, wie viele der aufgenommenen Proteine vom Körper verarbeitet und umgewandelt werden können.

Die Aminosäuren-Bilanz macht den Unterschied

Es ist wichtig, dass du ausreichend Proteine und somit auch ausreichend Aminosäuren zu dir nimmst. Doch gilt es, die Aminosäuren-Bilanz im Blick zu behalten. Egal ob tierische oder pflanzliche Proteinquelle: Protein beinhaltet grundsätzliche alle Aminosäuren-Arten. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede, wenn man die Verteilung der einzelnen Aminosäuren betrachtet.

Im Idealfall ist die Verteilung der Aminosäuren der am Tag zu uns genommenen Proteine ausgeglichen. Ist dies nicht der Fall, stellt die Aminosäure, die am wenigsten aufgenommen wurde, eine Limitierung für die Proteinumwandlung dar. Sind die Vorräte einer Aminosäure aufgebraucht, können die anderen Aminosäuren nicht länger genutzt werden.

Vereinfacht gesagt: Haben wir keine Eier (Aminosäuren) im Haus, können wir kein weiteres Rührei (körpereigene Strukturen) machen. Aus diesem Grund ist es in der Ernährungswissenschaft wichtig, verschiedene Eiweißquellen zu kombinieren, um eine möglichst hohe Aminosäuren-Abdeckung zu gewährleisten.

Was viele nicht wissen: Selbst bei einer optimalen Aminosäuren-Abdeckung ist die Proteinverarbeitung des Körpers durch die Proteinsynthese limitiert. Die Proteinverarbeitung kann jedoch optimiert werden, indem man Eiweiß in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt. Hierzu können zum Beispiel Lachs, Makrele, Hering oder hochwertige Öle und Nüsse genutzt werden.

Fitnesscoach Peter Hinojal

Peter Hinojal

Fitnesscoach, Personaltrainer, Autor, Ernährungscoach & Schulungsleiter

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