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Bedeutet ein guter Pump auch mehr Muskelaufbau?

veröffentlicht von Timo Konzelmann

Wer regelmäßig Bodybuilding betreibt, wird dieses Gefühl bestimmt schon erlebt haben: den sogenannten Pump. Es gibt eine ganze Menge Anhänger dieses Gefühls die in der Faszination des Pumps schwelgen. Mancher behauptet, ein guter Pump wäre zutiefst befriedigend und würde ein regelrechtes Glücksgefühl mit sich bringen. Und wirklich hat man es hier mit einer körperlichen Reaktion zu tun, die je nach Gemütslage und nach Intensität die unterschiedlichsten Gefühlsregungen hervorrufen kann.

Eine ganze Reihe von trainierenden ist aber auch der Meinung, dass ein guter Pump auch starkes Muskelwachstum hervorrufen oder zumindest begünstigen würde. Ist das wirklich wahr? Hat der Pump etwas damit zu tun, wie stark Muskeln wachsen oder ob sie überhaupt wachsen? Bedeutet das dann im Gegenzug, dass die Sportler, die beim Training keinen Pump verspüren, ein schlechtes oder vielleicht sogar gar kein Muskelwachstum erzielen? Mit diesen Fragen wollen wir uns heute einmal näher beschäftigen.

 

Was genau ist ein Pump eigentlich?

Um diese Fragen klären zu können, ist es erst einmal wichtig, dass man weiß, was der sogenannte Pump genau ist bzw. was im Körper während dessen geschieht. Wenn wir trainieren, dann wird der Muskel der belastet wird so stark gefordert, dass der Körper ihn automatisch stärker als normalerweise mit Blut und Nährstoffen versorgen möchte und muss. Aus diesem Grund wird im Blutkreislauf kurzfristig umdisponiert, Blut und Flüssigkeit schießen in den Muskel, um ihn optimal mit den notwendigen Nährstoffen und vor allem mit Sauerstoff versorgen zu können. Ein ausgeglichener Flüssigkeitshaushalt begünstigt diesen körperlichen Effekt. Die Folge ist, dass der Muskel regelrecht aufgepumpt wird. Dieser Effekt wird aber lediglich durch eine stärkere Durchblutung und mehr Flüssigkeit im Muskel selbst erzeugt. Schon kurze Zeit nach Ende des Trainings fließt das Blut wieder zurück in den normalen Kreislauf und der Effekt lässt nach. Wie lange dieser Effekt genau anhält, ist von Sportler zu Sportler unterschiedlich.

 

Wodurch genau wird Muskelwachstum erzeugt?

Nachdem wir nun wissen, was ein Pump ist, stellt sich die Frage, was genau zu Muskelwachstum führt. Dazu gibt es die unterschiedlichsten Theorien und mancher Fitnessguru hat dazu seine eigene Meinung. Doch es gibt einige Punkte, bei denen sich die meisten Experten einig sind.

 

  • – Die Ernährung: Wer wirklich Muskelwachstum erzielen will, der muss sich dementsprechend ernähren. Dabei sind eine Menge verschiedener Nährstoffe und Vitamine notwendig, um ein gutes Muskelwachstum begünstigen zu können. Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, verschiedene Vitamine und Aminosäuren haben hier ihre Berechtigung. Es lohnt sich durchaus, sich von einem Experten einen entsprechenden Ernährungsplan erstellen zu lassen, denn als Laie ist es oftmals schwierig, bei all den Möglichkeiten der Nahrungsmittel das auszuwählen, was beim Muskelaufbau wirklich weiterhilft.
  • – Die Regeneration: Damit ein Muskel wachsen kann, braucht er auch Ruhephasen. Denn das Wachstum erfolgt in der Regel nicht während des Trainings, sondern wenn der Muskel zur Ruhe kommt. Deshalb hat man oft nach einem guten Training beim nächsten Mal das Gefühl, schon stärker zu sein. Außerdem kann es für den Muskel schädlich sein und sogar zu Stagnation des Muskelwachstums führen, wenn der Muskel nicht ausreichend regenerieren kann.
  • – Die Theorie der Adaption: Ein wirklich interessanter Gedankengang. Die Theorie der Adaption besagt, dass der Muskel mit den Herausforderungen wächst. Der menschliche Körper ist in der Lage sich an veränderte Bedingungen nahezu perfekt anzupassen. Diese Fähigkeit soll dazu führen, dass ein Muskel der bis an seine Grenzen und darüber hinaus belastet wird, wächst. Denn der Körper kommt bei einem überbeanspruchten Muskel in eine Art Notprogramm. Und dieses sagt ihm, dass der überlastete Muskel stärker werden muss, um eine solche Situation künftig nicht mehr zu erleben. Das Problem ist, dass diese Art des Trainings viel Abwechslung und regelmäßige Steigerung notwendig macht, da sich der Körper sonst schnell an die Intensität gewöhnt.
  • – Das richtige Training: Das ist letztlich, wie die Theorie der Adaption als kleines Beispiel schon gezeigt hat, mit der wichtigste Punkt bei all dem. Ohne einen vernünftigen und auf die Bedürfnisse des einzelnen Sportlers zugeschnittenen Trainingsplan wird man keinen dauerhaften Erfolg beim Muskelwachstum erzielen können. Deshalb sollte man auf Abwechslung und das richtige Maß an Belastung achten, vor allem wenn man allein und ohne die Anleitung von Fachpersonal in einem Fitnessstudio trainiert.

Und was hat jetzt der Pump mit Muskelwachstum zu tun?

Ganz einfach gesagt: Nichts. Oder zumindest nicht ursächlich. Natürlich führt eine gute Versorgung des Muskels mit Nährstoffen, Blut und Sauerstoff dazu, dass Muskelwachstum gefördert werden kann, weil es die Regeneration des Muskels positiv beeinflussen kann. Aber ein Pump allein führt nicht dazu, dass der Muskel wächst. Der Pump ist nur eine kurze Reaktion des Körpers auf hohe Belastung. Wer dabei aber die Punkte, die oben aufgeführt wurden, außer Acht lässt und sich bei seinem Training nur auf den Pump konzentriert, der wird in Sachen Muskelwachstum auf die Dauer keinen echten Erfolg haben.