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Kickboxen Asien trifft Europa

Kickboxen - ein Kind mit vielen Vätern

veröffentlicht von Timo Konzelmann

Das Kickboxen entwickelte sich aus einer Kombination der ostasiatischen Kampfkünste Tae Kwon Do und Karate mit dem traditionellen westlichen Boxen. Dabei gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede (je nach Land, Verband oder Schule) welche Techniken und Trefferzonen bei Wettkämpfen erlaubt sind. Hier geht es vor allem um Knie- und Ellenbogenstöße, sowie Low Kicks gegen die Oberschenkel des Gegners oder Fußfeger. Generell verboten sind Angriffe gegen den Genitalbereich, Schläge auf den Rücken, Wurftechniken und Schläge gegen auf dem Boden liegende Gegner.
Der Wettkampfsport geht in seiner heutigen Form auf das Jahr 1974 zurück, und wurde zunächst unter den Namen All Style Karate, Sport-Karate oder Contact-Karate bekannt.

Kickboxen – ein Kind mit vielen Vätern

Kickboxen ist ein moderner Wettkampfsport mit alten Wurzeln. So wurden Techniken des japanischen Karate, des koreanischen Tae Kwon Do, des chinesischen Kun Fu und des westlichen Boxens zu einem sehr schnellen und dynamischen System kombiniert, das die effektivsten Techniken seiner Ursprungssysteme in sich vereinigt. Beim Kickboxen werden Ausdauer, Schnellkraft, Körperkoordination sowie Aufmerksamkeit und Mut benötigt und trainiert. Bei den Männern werden Wettkämpfe in den Varianten Semi-, Leicht- und Vollkontakt und in den Gewichtsklassen Fliegengewicht, Leichtgewicht, Weltergewicht, Halbmittelgewicht, Mittelgewicht, Halbschwergewicht, Cruisergewicht, Schwergewicht und Superschwergewicht über ausgetragen. Bei den Frauen sind es Federgewicht, Leichtgewicht, Mittelgewicht, Leichtschwergewicht, Schwergewicht und Superschwergewicht. Mit WAKO, ISKA, WKU und WKF gibt es vier große Weltverbände die jährlich Weltmeisterschaften ausrichten. Neben dem sportlichen Aspekt eignet sich Kickboxen auch hervorragend als Selbstverteidigungssystem, da die schnellen Kombinationen von Schlag-, Stoß- und Tritttechniken eine erfolgreiche Verteidigung, selbst gegen körperlich überlegene Angreifer ermöglichen. Mit dem Kickboxen vergleichbar sind vor allen Dingen die Kampfsportarten Thaiboxen (Muay Thai) und das französische Savate.

Deutsche Ärztin mit Schlag und Kick

Die prominenteste deutsche Vertreterin dieser Sportart ist zweifellos Dr. Christine Theiss. Mit 37 Siegen in 39 Kämpfen blickt die Ärztin auf eine nahezu tadellose Wettkampfbilanz zurück. Ihren ersten WM Titel erkämpfte sich Dr. Theiss im Jahr 2007. Zum Abschluss Ihrer Karriere holte sich die Deutsche nach neun Runden vor heimischem Publikum in Bayreuth den WM Titel gegen die Russin Olga Stawrowa. Obwohl man seitens der Weltverbände intensiv um eine Zulassung für die Brot-Spiele bemüht ist, erscheint eine positive Entscheidung des IOC derzeit eher unwahrscheinlich.

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